Stijn Ossevoort
Dozent Product Design / Forscher F&E
Der ansteigende Kostendruck im Gesundheitswesen führt oft zur unpersönlichen und raschen Abwicklung des Patienten. Daher versucht man die Selbstwirksamkeit des Patienten zu fördern, indem man ihm vermehrt medizintechnische Geräte, z.B. Blutdruck- oder Blutzuckermessgeräte verschreibt, welche zur Behandlung im Alltag vom Patienten selber genutzt werden. Ein Grund, weshalb der sterile medizintechnische Gestaltungskontext der Geräte zu hinterfragen ist.
Hüte sind Accessoires mit einem unglaublichen Charme. Sie ergänzen nicht nur die Bekleidung sondern auch die Persönlichkeit eines Menschen.
ThinkWorkLounge ist ein Sitzmöbel für die Wissensarbeit. Es geht darum, die aktuelle Tendenz zu vielseitigen Sitzmöglichkeiten und abwechslungsreichem Ambiente für kleine Arbeitsraumstrukturen umzusetzen. Die Entwicklung beinhaltet den Versuch, sich vom Archetyp des Bürostuhls zu lösen und macht einen Vorschlag zur Neuinterpretation von ergonomisch «richtigem», echt aktivem Sitzen.
Städtische Umgebungen werden immer dynamischer und damit die Orientierung darin zur immer grösseren Herausforderung. Diese Master-Thesis spricht dieses Thema an und skizziert neue Möglichkeiten, den städtischen Raum zu erleben und verstehen.
Es gibt weltweit 80 Millionen städtische Landwirte, die allerdings allesamt virtuell, via soziale Netzwerke, ihre Bauernhöfe beackern. Was bedeutet das für die Zukunft der Landwirtschaft? Wie gestaltet sich dadurch unsere Wahrnehmung der Umwelt neu?
Nachhaltigkeit reicht von ökologischen über ökonomische bis hin zu sozialen Faktoren. Die Designidee Playground Wall setzt auf dem Gebiet der Kommunikation und Emotion bei der Vermittlung eines neuartigen Nachhaltigkeitsgedankens an.
Die entwickelte Designvision ist eine visuelle und haptische Erlebniswelt im Textil Playground Wall. Die Produktidee stellt durch die Verbindung von Bewegung, Interaktion und Funktion im Textil einen neuen Ansatz für Nachhaltigkeit in der Textilbranche dar.
Wie nehmen wir kleine Räume wahr? Wann fühlen wir uns in einem kleinen Innenraum willkommen, behaglich und ungezwungen? Wie kann ich den eingeschränkten Raum unter Deck einer 10-Meter-Jacht benutzerfreundlich, komfortabel und ästhetisch ansprechend gestalten?
Das Herumdoktern am Design zur Zweckentfremdung von Objekten.
An Bäume im urbanen Raum werden hohe, zum Teil sehr gegensätzliche Erwartungen gestellt. Dies macht Eingriffe an Bäumen oft unumgänglich. Allerdings scheint das Fachwissen vieler mit Baumunterhaltsfragen konfrontierter Privatpersonen recht gering zu sein; es steht nicht selten im krassen Gegensatz zu den heute in der Fachwelt etablierten Erkenntnissen. Diese Arbeit schafft ein Gefäss, welches dem interessierten Laien und Baumeigner zielgruppengerechtes Grundlagenwissen, aber auch praktische Unterstützung nach aktuellen, fachlichen Standards vermitteln soll.
Im Design geht es darum, Antworten zu finden, Gelegenheiten zu identifizieren und Möglichkeiten zu schaffen. Man muss dafür offen und aktiv sein. Ich vergleiche es oft mit dem Unterschied zwischen Hinschauen und Sehen; wir sehen alle aber werden erst fündig wenn wir genau wissen, wonach wir suchen.
Stijn hat Industriedesign Engineering an der Technischen Universitätat Delft in Holland studiert und anschliessend seinen zweiten Master in Design Products an der Royal College of Art in London gemacht.
Indem er komplexe Technologie verbirgt oder verschönert, ermöglicht Stijn es dem Benutzer eine nahezu magische Verbindung mit dem Objekt einzugehen. Er spielt mit Elementen wie Berührung, Ton und Bewegung, um einen neuen Nutzwert zu erzeugen. Er hat für Ron Arad, Philips und Prada gearbeitet und war Gastprofessor an der Central Saint Martins college in London und dem (ehemaligen) Interaction Design Institute in Ivrea.
In 2004 trat er der Wearable Computing group der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) bei, um bei mehreren Wearable Computing Projekten mitzuarbeiten. Danach fuhr er damit fort, Philips Design in ihrer Next Simplicity Exhibition zu beraten. Er schuf scheinbar unmögliche Zukunftskonzepte in Design mit Schwerpunkt auf intuitiver Produkteinteraktion.
In 2007 zog er nach Barcelona, um Roca Sanitario in der Gründung eines Innovationslabors zu unterstützen. Er arbeitete an verschiedenen Zukunftskonzepten von Badezimmern und war zuständig für den Arbeitsablauf und für den Aufbau verschiedener Innovationsprojekten.
Im September 2009 fing er an der HSLU als Dozent und Forschungsstipendiat im umfangreichen Bereich des Produktedesigns an. Er arbeitet weiterhin an anspruchsvollen Projekten aus den Bereichen Design, Kunst und Technologie.