Nora Cäcilia Cista
Illustration
2010
Master-Thesis
Wenn ich gross bin, werde ich schweigen.
Bilder sagen mehr als tausend Worte, wobei ihre Aussage von der Interpretation des Betrachters abhängig ist. Damit die Bildaussage verständlich ist, muss sie sich einer Sprache bedienen, die vom Betrachter gelernt wurde. Diese Verändert sich jedoch stetig. Wie kann man also heute auf einem Bild eine Hausfrau ausmachen, wenn sie keine Schürze mehr trägt?
Diese Arbeit befasst sich mit dem Bild der Hausfrau in der Werbung. Die Ansprüche der Gesellschaft an die Frau, hat sich im Wandel der letzten 50 Jahren in Werbebildern manifestiert. Es sind zentrale Merkmale zu erkennen, die gesellschaftliche Normen, Regeln und Codes in konzentrierter Form beinhalten. Anhand von Beispielen aus der Annabelle wird dies in einer Bildanalyse beschrieben. Es werden zentrale Merkmale des Hausfrauenbildes erarbeitet, die in den zeitspezifischen Werbebildern wirksam sind.
In einer Bildserie werden die theoretischen Erkenntnisse sichtbar gemacht. Diese präsentieren sich als Bilder, auf denen vier jungen Männer, wie ihre weiblichen Vorbilder, für Waschmittel werben. Die Kombination von Mann und Waschmittel wirkt irritierend und man fragt sich, hat sich das Bild der Hausfrau in den letzten 50 Jahren wirklich verändert, oder denken wir das nur?